Der Eishockey-Bundestrainer aus Winnipeg

Bjoern E. Meinhardt • May 7, 2026

The Coach of Germany’s National Hockey Team from Winnipeg - Harold Kreis

Harold Kreis with the author in Winnipeg. July / Juli 2024. (Photo: Private)

Die 25. Olympischen Winterspiele fanden dieses Jahr in Mai land und Cortina d'Ampezzo statt. Der Höhepunkt der Spiele ist für viele das Eishockey-Turnier. Kanada, das Mutterland des Eishockeys, spielte um die Goldmedaille, unterlag aber im Finale den USA. Für Deutschland war dagegen im Viertelfinale Schluss. Ihren letzten großen Erfolg konnte die deutsche Nationalmannschaft 2023 einfahren, als sie im finnischen Tampere und im lettischen Riga Vizeweltmeister wurde. Verliefen die ersten zwei Drittel noch ausgeglichen, konnte sich Kanada erst im Schlußdrittel entscheidend absetzen. Harold Kreis war der Trainer, der Deutschland gleich bei seinem ersten großen internationalen Turnier ins Finale führte. Erst wenige Monate zuvor wurde er Anfang 2023 als neuer Bundestrainer vorgestellt. Vielen ist wahrscheinlich gar nicht bekannt, dass Kreis am 19. Januar 1959 als Sohn deutscher Einwanderer in Winnipeg geboren wurde und hier das Eishockey-Spielen erlernte. Daher bietet sich ein Blick auf seine Karriere an. 


Der Spieler Harold Kreis: Von Kanada in die Bundesliga


In den 1970er Jahren spielte Kreis bei den Kildonan North Stars in der Juniorenliga. Er wechselte später zu den Calgary Wranglers in der Western Canada Hockey League, bevor er 1978 als 19-Jähriger ein Angebot unterbreitet bekam, in die Bundesliga zum Mannheimer ERC (seit 1994: Adler Mannheim) zu wechseln. 


In einem Gespräch mit Harold Kreis erzählte er mir, wie er nach Deutschland in die Bundesliga kam. Mannheim war 1978 gerade in die Bundesliga aufgestiegen, hatte aber nicht das Geld für etablierte Spieler, von denen man sich erhoffte, die Liga halten zu können. Deshalb schickte der Verein einen Spieler-Scout nach Kanada, um nach talentierten Spielern mit deutschen Vorfahren Ausschau zu halten, weil dies die Einbürgerung in Deutschland erheblich leichter machte und man auf diese Weise auch die damals noch geltende Ausländerbeschränkung – legal, aber nicht ganz unumstritten – aus hebeln konnte. 


Kreis berichtete, wie sein Opa eine Zeitungsannonce gesehen hatte, mit der man kanadische Spieler für die Eishockey-Bundesliga anwerben wollte. Kreis berichtete, wie er Trainer Hans Weisenbach traf, und zwar „bei uns zu Hause am Wohnzimmertisch. Nach noch nicht einmal einer halben Stunde hat er schon ein Vertragsangebot gemacht“, das neben dem Gehalt auch noch Wohnung und Auto beinhaltete. Er erbat sich etwas Bedenkzeit und stimmte dem Angebot am folgenden Tag zu. 


Von Kanada ging es nun nach Deutschland. Weisenbach konnte 13 Spieler mitbringen, von denen neun in Mannheim blieben. Rückblickend sagte Kreis, dass er „wirklich keine Ahnung hatte“, worauf er sich da eingelassen hatte. Von seinem Elternhaus her war er mit der deutschen Sprache vertraut, und doch hatte er mit einem Kulturschock zu tun. Er beschrieb, dass seine „Eingewöhnung drei Jahre gedauert“ habe, auch „weil wir [Kanadier] keine Dringlichkeit hatten, uns zu integrieren, denn wir waren ja unter uns“. Kreis wies darauf hin, dass sie nicht überall „mit offenen Armen aufgenommen wurden“. In Mannheim schon. Aber bei Auswärtsspielen habe man sie immer wieder als „Rucksackdeutsche“ bezeichnet. 


Kreis nahm zwei Mal am Olympischen Turnier teil. 1984 in Sarajevo (damals noch Jugoslawien, heute Bosnien Herzegowina) und 1988 in Calgary. Er erinnerte sich daran, dass er Sarajevo „als Stadt trostlos“ fand. Dagegen war er von der Atmosphäre in Calgary begeistert. Natürlich, möchte man meinen. Er kehrte nicht nur in die Stadt zurück, in der er in seiner Jugendzeit gespielt hatte. Er empfand es auch als etwas Besonderes, in seinem Geburtsland bei den Olympischen Spielen dabei sein zu dürfen, wenn auch für die deutsche Mannschaft. „Denn das Herz schlägt noch für Kanada, auch wenn man eingebürgert wurde“, wie er zugab. 


Von 1978 bis 1997 spielte Kreis in der Bundesliga. Nur für einen Verein: Mannheim. Er hatte zwar Angebote von anderen Vereinen erhalten, doch blieb er seinem Verein über 19 Jahre treu. Weil er sich mit Spielern und dem Umfeld gut verstanden habe, „gab es keinen Anlass, den Verein zu verlassen“, wie er sagte. Er bestritt 888 Spiele, wobei er oft gut 45 Minuten auf dem Eis stand, und wurde zweimal deutscher Meister (1980 und 1997). Seit seinem Rücktritt wird sein Trikot mit der Nummer 3 in Mannheim nicht mehr vergeben. 


Stationen als Trainer:

Nach seiner Spielerkarriere wechselte Harold Kreis ins Trainer lager. Seine ersten Meriten als Assistenz-Trainer verdiente er sich bei seinem angestammten Verein Adler Mannheim. Er empfand es schon als „seltsam“ nun die Spieler zu coachen, „mit denen ich gespielt habe“. Seine erste Stelle als hauptverantwortlicher Trainer trat er dann beim (Zweitligisten) EC Bad Nauheim an. Sehr offen sprach er an, dass sein Engagement dort „leider nicht gut ging“. Er wurde entlassen, und weil er den Ruf hatte, „ein weicher Trainer“ zu sein, „war ich ein Jahr ohne Tätigkeit, denn kein Verein wollte mich verpflichten mit diesem Ruf “. Er überbrückte dieses Jahr, indem er der Einladung von Manfred Wolf, einem seiner früheren Mitspieler zu Mannheimer Zeiten, nach Holland folgte, ihm bei den Traineraufgaben zur Seite zu stehen, als die B-WM 2002 in Eindhoven stattfand. 


Während dieser Zeit erhielt er einen Anruf aus Davos in der Schweiz, wo es als nächstes hinging. Er sollte der U20 Mannschaft „einen neuen Anstrich“ verleihen. In Davos habe er „das Trainerhandwerk richtig gelernt. Da fing meine Trainerkarriere wirklich an“. Die ersten Erfolge als Trainer sollten sich dann auch kurz darauf – ebenfalls in der Schweiz – einstellen. 2006 wurde er mit dem HC Lugano Schweizer Meister. Erst im Viertelfinale der Playoffs hatte er die Mannschaft übernommen, die nach Spielen gegen das schwächer eingestufte Ambri zurücklag und somit vor dem Ausstand. Mit Kreis an der Bande kehrte Lugano zurück in die Spur und sollte dann doch noch die Meisterschaft holen. Zwei Jahre später (2008) wurde er erneut Schweizer Meister, diesmal mit den ZSC Lions.


In der Schweiz konnte Kreis als Trainer zwei nationale Meisterschaften einfahren. Ein ähnlicher Erfolg ist ihm in der Bundesliga vergönnt geblieben. Bevor ihm das Amt des Bundestrainers im März 2023 übertragen wurde, coachte er mehr als 500 Spiele in der Bundesliga. Darunter waren Mannschaften wie die Düsseldorfer EG und die Schwenninger Wild Wings. Zwei Monate später wurde er dann mit der deutschen Nationalmannschaft, wie bereits geschildert, Vizeweltmeister. Am Tag vor dem Finale textete mir sein Bruder, Robert Kreis: „Wir feuern Harolds Mannschaft an.“ 


Eine Betrachtung zur deutschen Nationalmannschaft:


In den vergangenen Jahren hinkte die deutsche Mannschaft im internationalen Vergleich den anderen Größen wie Kanada, USA, Russland, Schweden oder Finnland hinterher. Hin und wieder gab es gute Resultate bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen. Doch die Konstanz fehlte. Erst kürzlich hat sich eine spielerische Qualität eingestellt, die es Deutschland erlaubt, als ein ernsthafter Außenseiter betrachtet zu werden, der um die Medaillen mitspielen kann. 


Kreis erklärte sich diese Wendung mit Marco Sturm, der von 2015 bis 2018 Bundestrainer war und als ehemaliger NHL-Spieler “eine nordamerikanische Mentalität in die Nationalmannschaft eingebracht” habe. Für Sturm – er führte die deutsche Mannschaft bei Olympia 2018 zu Silber – sei es “nicht in Ordnung gewesen” zu meinen, man habe schon gut gespielt, bloß weil man nicht hoch verloren habe. Man solle vielmehr mit einer anderen Einstellung in die Spiele gehen: dass man auch gegen bessere Gegner gewinnen könne und dass man sie schlagen wolle. 


Kreis wies darauf hin, dass man in Deutschland nicht die Anzahl an Spielern habe, wie sie andere Nationen (wie Finnland und Schweden) zur Verfügung haben. Dennoch gebe es immer wieder starke Jahrgänge, die auch Ausnahmespieler hervorbrächten. Als Trainer sei es ihm wichtig, dass die Mannschaft „sauber“ aus der eigenen Hälfte rauskomme, um Torchancen vor dem gegnerischen Tor zu kreieren. Er baue auf die Tugenden „Einsatz, Kampfgeist und Disziplin“, aber auch auf eine Stärkung der Mentalität, wenn sich die Mannschaft mal in einer Niederlagenserie befinde, wie es bei der Weltmeisterschaft 2023 der Fall war, als man mit drei Niederlagen ins Turnier gestartet war und am Ende trotz dem noch Zweiter wurde. 


Bei der Weltmeisterschaft im folgenden Jahr, 2024, erreichte die deutsche Mannschaft den sechsten Platz und qualifizierte sich damit bereits für die Olympischen Spiele 2026. Und obwohl das olympische Turnier noch mehr als ein Jahr entfernt war, als ich mich mit Harold Kreis traf, war er damit beschäftigt, „die bestmögliche Mannschaft im Kern jetzt schon zu finden. Denn die Zeit vergeht schneller, als gedacht“, wie er sagte. In einem Interview, das Harold Kreis mit Sport1.de geführt hat, sprach er mit Blick auf das olympische Turnier, „dass wir … eine sehr starke Mannschaft (haben)“. Da er auch auf die Spieler aus der NHL (z.B. Leon Draisaitl, Moritz Seider und Tim Stützle) zurückgreifen könne, könne er „nur zustimmen, dass wir vielleicht die stärkste Mannschaft jemals haben“. Auch wenn eine Medaille im Bereich des Möglichen ist, ist das Turnier dennoch kein Selbstläufer. Kreis zollt den anderen Nationen Respekt und Anerkennung ob der „fantastischen“ Spitzenspieler, die in ihren Reihen stehen, sodass wir uns auf einen spannenden Turnierverlauf einstellen dürfen. 


Was kommt nach Olympia? Schon frühzeitig hat der Deutsche Eishockeybund (DEB) den Vertrag mit Harold Kreis bis 2027 verlängert, damit er die Spieler, die den Bundesadler auf der Brust tragen, auch bei der „Heim-WM“ in Deutschland unter seine Fittiche nehmen kann. 


Abschließend soll der Bundestrainer noch einmal selbst das Wort ergreifen. Als ich Harold Kreis danach fragte, welche Lehren er aus seiner Entscheidung, nach Deutschland zu gehen, gewonnen habe, gab er den folgenden Ratschlag: „Zurückschauend hatte ich schon ein bisschen ein mulmiges Gefühl – Angst würde ich es nicht nennen –, nach Deutschland zu gehen. Also wirklich völlig etwas Neues zu probieren. Ich kann Leute nur ermutigen, wenn du etwas Neues probieren möchtest, mach es. Du wirst viel daraus lernen. … Für mich ist daraus auch ein lebenslanges Lernen entstanden, wo man wirklich offen bleibt für neue Gedanken und neue Ideen. Es ist eine Bereicherung, sich auf eine neue Herausforderung einzulassen.“ 

The 25th Winter Olympic Games took place this year in Milan and Cortina d’Ampezzo. For many, the highlight of the Games was the hockey tournament. Canada, the birthplace of hockey, played for the gold medal but lost to the USA in the final. Germany, on the other hand, was eliminated in the quarterfinals. The German national team’s last major success was back in 2023 as runner up at the world championship in Tampere (Finland) and Riga (Latvia). While the first two periods were evenly matched, Canada only managed to pull away decisively in the final period. Harold Kreis was the coach who led Germany to the final in his very first major international tournament. He had only been appointed as the new national coach a few months earlier, at the beginning of 2023. Many are probably unaware that Kreis was born on January 19, 1959, in Winnipeg. The son of German immigrants learned to play hockey here. Therefore, a look at his career is worthwhile. 


Harold Kreis – The Player: From Canada to the Bundesliga


In the 1970s, Kreis played for the Kildonan North Stars in the junior league. He later moved to the Calgary Wranglers in the Western Canada Hockey League before receiving an offer in 1978, at the age of 19, to join Mannheim ERC (since 1994: Adler Mannheim) in the German Bundesliga. 


In a conversation with Harold Kreis, he told me how he came to play in the Bundesliga in Germany. Mannheim had just been promoted to the Bundesliga in 1978 but didn’t have the money for established players they hoped would help them stay in the league. Therefore, the club sent a scout to Canada to look for talented players specifically with German ancestry as this made naturalization in Germany considerably easier and would also allow them to circumvent the then-existing restrictions on foreign players – legally, but not entirely without controversy. 


Kreis recounted how his grandfather had seen a newspaper ad seeking Canadian players for the German Hockey League. Kreis described how coach Hans Weisenbach came to “our house [and sat] at the dinner table. In less than half an hour, he’d already made us a contract offer,” which included not only a salary but also an apartment and a car. He asked for some time to consider and accepted the offer the following day.


From Canada, Hans Weisenbach brought 13 players with him to Germany, nine of whom stayed in Mannheim. Looking back, Kreis said he “really had no idea” what he was getting himself into. Although he was familiar with the German language from his upbringing, he still experienced a culture shock. He described how his “adjustment took three years,” partly “because we [Canadians] didn’t feel any urgency to integrate, since we stayed among ourselves.” Kreis pointed out that while they had been accepted in Mannheim, they weren’t “welcomed with open arms” everywhere. In particular at away games, they were repeatedly called “backpack Germans” (Rucksackdeutsche). 


Kreis participated twice at an Olympic tournament: in 1984 in Sarajevo (then Yugoslavia, now Bosnia and Herzegovina) and in 1988 in Calgary. He recalled finding Sarajevo “a bleak city.” In contrast, he was thrilled by the atmosphere in Calgary. Naturally, one might think. He not only returned to the city where he had played in his youth, but he also felt it was something special to be able to participate in the Olympic Games in his birth country, even if it was for the German team. “Because your heart still beats for Canada, even if you’ve become a [naturalized] citizen,” as he admitted. 


From 1978 to 1997, Kreis played in the Bundesliga. For only one club: Mannheim. Although he had received offers from other clubs, he remained loyal to his team for over 19 years. Because he got along well with the players and the club’s environment, “there was no reason to leave,” as he put it. He played 888 games (often playing a good 45 minutes of ice time) and won the German championship twice (1980 and 1997). Since his retirement from his playing career, his jersey with the number 3 has never been issued to another player at Adler Mannheim.


Coaching Career :


Harold Kreis transitioned then to coaching. He earned his first merits as an assistant coach at his home club, Adler Mannheim. He found it “strange” to coach the players “I used to play with.” His first head coaching position was with EC Bad Nauheim (a second-division team). He openly admitted that his time there “unfortunately didn’t go well.” He was dismissed, and because he had gained a reputation for being “a soft coach,” he was “unemployed for a year because no club wanted to hire me with that reputation.” He bridged this gap by accepting an invitation from Manfred Wolf, one of his former teammates from his Mannheim days, to assist him with coaching duties at the 2002 World Championship Division I Group B tournament in Eindhoven, Netherlands. 


During this time, he received a call from Davos, Switzerland, where he was headed next. He was to “give the U20 team a fresh start.” In Davos, he “really learned the craft of coaching. That’s where my coaching career truly began.” His first coaching successes followed shortly thereafter – also in Switzerland. In 2006, he led HC Lugano to the Swiss championship. He had only taken over the team in the playoff quarterfinals, when they were trailing after games against the lower-ranked Ambri and were on the verge of elimination. With Kreis as coach, Lugano bounced back and went on to win the championship. Two years later (2008), he became Swiss champion again, this time with the ZSC Lions. 


In Switzerland, Kreis won two national championships as a coach. A success he could not copy in the German Bundesliga. Before being appointed head coach of the national team in March 2023, he coached more than 500 games in the Bundesliga. These included teams such as Düsseldorfer EG and the Schwenninger Wild Wings. Two months later, as mentioned above, he led the German national team to the silver medal at the World Championships. The day before the final, his brother, Robert Kreis, texted me: “We’re cheering on Harold’s team.” 


A Look at the German National Team :


In recent years, the German national team lagged behind other hockey powerhouses like Canada, the USA, Russia, Sweden, and Finland in international competitions. There was the occasional good result at World Championships and Olympic Games, but consistency was lacking. Only recently has the team developed a level of play that allows Germany to be considered a serious underdog capable of competing for medals. 


Kreis attributed this turnaround to Marco Sturm, who was the national coach from 2015 to 2018 and, as a former NHL player, “brought a North American mentality to the national team.” For Sturm – who led the German team to a silver medal at the 2018 Olympics – it was “not right” to think that they had played well simply because they hadn’t lost by a large margin. Instead, they should approach the games with a different mindset: that they could win against better opponents and that they wanted to beat them. 


Kreis pointed out that Germany doesn’t have the same number of players as other nations (like Finland and Sweden). Nevertheless, there are always strong age groups that produce exceptional players. As a coach, he emphasizes the importance of the team clearing the puck out of their own half to create scoring opportunities in front of the opponent’s goal. He relies on the virtues of “commitment, fighting spirit, and discipline,” but also on strengthening the team’s mentality when they find themselves on a losing streak, as it was the case at the 2023 World Championship where they started the tournament with three losses but still managed to finish second.


At the World Championships the following year, 2024, the German team finished in sixth place, which meant that they had already qualified for the 2026 Olympic Games. And although the Olympic tournament was still more than a year away when I met with Harold Kreis, he was busy “finding the best possible core team right now. Because time flies faster than you think,” as he put it. In an interview with Sport1.de, Kreis spoke about the upcoming Olympic tournament, saying, “We have a very strong team.” Since he can also draw on players from the NHL (e.g., Leon Draisaitl, Moritz Seider, and Tim Stützle), he “could only agree that we might have the strongest team ever.” Even though a medal is within reach, the tournament is by no means a sure thing. Kreis expressed his respect and appreciation for the “fantastic” top players in the other nations, so that we can expect an exciting tournament. 


What comes after the Olympics? The German Hockey Federation (DEB) extended Harold Kreis’s contract early on, until 2027, so that he could continue to coach the players with the “German Eagle” (Bundesadler) on their jerseys at the home World Championship in Germany.


In closing, let’s listen to the national coach. When I asked Harold Kreis what lessons he had learned from his decision to go to Germany, he offered the following advice: “Looking back, I did have a bit of a queasy feeling – I wouldn’t call it fear – about going to Germany. About trying something completely new. I can only encourage people: if you want to try something new, do it. You’ll learn a lot from it. ... For me, it’s also become a lifelong learning experience, where you really stay open to new thoughts and new ideas. It’s enriching to take on a new challenge.” 

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