Screening of "Zwei zu Eins"

Lars Richter • November 10, 2025

German Film Screening with many guests

On the occasion of German Heritage Month in Manitoba, the GCC in collaboration with the Goethe Institute in Montreal hosted a free screen­ing of Natja Brunckhorst's Zu zu eins (Two to one, 2024), on October 20 at the Dave Barber Cinema­theque. 


Set in the summer of 1990 in the time period between the fall of the Berlin Wall in November 1989 and the official unification of the two German states in October 1990, Zwei zu eins tells the story of a house community in Halberstadt that comes across (read: steals) a literal heap of East German money. With only three days left before the money loses its value due to the impending currency re­form, the community sets out to make the best of what little time is left to put the money to good use. The movie reflects the transitional nature of the time and addresses the hopes, dreams, but also dis­illusionment of this East German community. 


With approximately 60 guests, the event was very well attended, and it was a pleasure of hosting the film screening at the Dave Barber Cinematheque for the second time in a row. The GCC would like to thank Julianne Taron and everyone else at the Dave Barber Cinematheque for their help and support. A special thank you to Tatiana Braun from the Goethe Institute in Montreal who provided us with the movie and was instrumental in the planning stages of the event. The GCC is looking forward to return­ing to the Dave Barber Cinematheque for the annual movie screening next year. -



Vorfuhrung von "Zwei zu Eins" in der Dave Barber Cinematheque

Anlässlich des German Heritage Month in Manitoba ver­anstaltete der DKK in Zusammenarbeit mit dem Goe­the-lnstitut in Montreal am 20. Oktober eine kostenlose Vorfuhrung von Natja Brunckhorst's Zwei zu eins ( 2024) in der Dave Barber Cinematheque. 


Der Film spielt im Sommer 1990, also in der Zeit nach dem Fall der Berliner Mauer im November 1989 und der offiziellen Vereinigung der zwei deutschen Staa­ten im Oktober 1990. Der Film erzählt die Geschichte einer Hausgemeinschaft in Halberstadt, die in Besitz eines buchstablichen Haufens ostdeutschen Geldes kommt. Aufgrund der bevorstehenden Wahrungsreform ist das Geld nur noch drei Tage etwas wert, weshalb die Bewohner*innen damit beginnen, das Beste aus der ver­bleibenden Zeit zu machen und das Geld sinnvoll zu ver­wenden. Der Film reflektiert den Obergangscharakter der Zeit sowie die Hoffnungen, Traume, aber auch Ent­tauschungen dieser ostdeutschen Hausgemeinschaft. 


Die Veranstaltung war mit ca. 60 Gasten sehr gut besucht und es war schon, das zweite Mal in Folge Gast in der Dave Barber Cinematheque sein zu dürfen. Der DKK dankt Julianne Taron und alien anderen in der Dave Barber Cinematheque fur ihre Hilfe und Unter­stützung. Ein besonderer Dank geht an Tatiana Braun vom Goethe-lnstitut in Montreal, die uns den Film zur Verfugung gestellt hat und bei der Planung der Veran­staltung extrem hilfreich war.

 Der DKK freut sich be­reits jetzt darauf, die jahrliche Filmvorfiihrung im kommenden Jahr wieder in der Dave Barber Cinema­theque durchfiihren zu konnen. 

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Weihnachten soll eine freudige Zeit sein; eine Zeit, die man mit der Familie verbringt. Aber nicht jeder teilt diese Ansicht. Ziemlich oft kann die Vorweihnachtszeit – richtiger und besser Advent genannt – eine sehr stressvolle Angelegenheit sein. Wer zudem einen Angehörigen verloren hat, fühlt vielleicht etwas Wehmut (Stichwort blue Christmas). Und wer einen wirtschaftlichen Engpass durchmacht, kann sich wohl nicht das passende Geschenk für jemand anderen leisten. Auf eine sehr einfühlsame Weise behandelt auch der Autor Erich Kästner Weihnachtssorgen in dem Kinderbuch „Das fliegende Klassenzimmer“ (1933 veröffentlicht) – ein Buch, das die Themen Mut und Freundschaft von Schülern in einem Internat behandelt. Am Ende der Erzählung bekommen wir mit, wie sich die Schüler auf die bevorstehenden Weihnachtsferien freuen. Bis auf zwei Schüler würden alle nach Hause fahren. Der eine war Johnny Trotz, dessen Adoptivvater sich als Kapitän auf der See aufhielt und folglich oft nicht zu Hause war. Der andere war Martin Thaler, der Klassenprimus, dessen Eltern arbeitslos waren – wohl als Folge der Depression – und ihm die Zugfahrt nach Hause nicht bezahlen konnten. Natürlich war er darüber traurig und zog sich in seinem Kummer zurück. Der unter den Schülern sehr beliebte Lehrer Dr. Bökh (sein Spitzname war Justus, „der Gerechte“) fand Martin und wollte wissen, warum er so traurig war. Er gab ihm dann etwas Geld, genug, um auch die Rückreise bezahlen zu können, und ein paar kleine Geschenke für seine Eltern zu kaufen. Als Martin dann am Bahnhof seine Fahrkarte nach Hermsdorf kaufte, wollte der Beamte wissen, warum er sich denn so freute, woraufhin er antwortete: „Weil Weihnachten ist.“ In der nächsten Szene befinden wir uns dann im Wohnzimmer von Martins Eltern in Hermsdorf. Alle Häuser in der Nachbarschaft sind mit Weihnachtsbeleuchtung ausgestattet. Nur nicht das Haus der Thalers; es blieb dunkel. In ihren Gedanken waren die Eltern bei ihrem Sohn und fragten sich, was er denn so alleine in der Schule machte. Doch plötzlich klopfte es an der Tür. Sie waren etwas verwirrt, denn sie erwarteten niemand zu Besuch. Zögerlich gingen sie zur Tür, öffneten sie und konnten ihren Augen nicht trauen: vor ihnen stand ihr Sohn Martin! Selbst Herr Thaler war so gerührt, dass seine „Augen … je eine Träne (riskierten)“. Und in seiner Freude konnte Martin nur ein „Das Geld für die Rückfahrkarte hab ich auch“ herausbringen. Erich Kästner fasst das unverhoffte Weihnachtsglück folgendermaßen zusammenfassen: „Es war, genau genommen, ein Heiliger Abend, wie er sich schöner gar nicht ausdenken läßt.“ Es hat also allen Anschein, dass Weihnachten und Familie untrennbar zusammen gehören. Es scheint, dass es keinen anderen Feiertag gibt, der so eng mit Familie verbunden ist. — Björn E. Meinhardt
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