Das Wort des Jahres 2024 Word of the year

Office Admin • May 15, 2025

Since 1971 – and continuously since 1977 – the Association for German Language (GfdS, based in Wiesbaden) has been publishing the Word of the Year. According to the GfdS, it is not the frequency of an expression, but rather its significance and popularity that determines whether a term is chosen as the Word of the Year. A jury of the GfdS issued a list of the top ten most influential terms out of almost 2,500 entries.

In 2024, the word “traffic light shutdown” (Ampel-Aus) was selected as the Word of the Year. With the last federal election (in September 2021), the SPD (Social Democratic Party of Germany), the FDP (Free Democratic Party) and Alliance 90/The Greens entered the “traffic light coalition,” so named after the colours with which these three parties are identified: red, yellow, green. When the coalition broke up in November 2024, this led to the “Ampel-Aus.”

In second place was the term “climate whitewashing” (Klimaschönfärberei), which expresses the efforts – by companies, for example – to whitewash their climate protection measures. In third place was “war-ready” (kriegstüchtig), which was coined by Defence Minister Boris Pistorius to promote when pushing for more speed in the modernization of the Bundeswehr.

An English expression, “life-work balance,” also made it into the top ten at number 7, which emphasizes a reversal of the traditional work-life balance principle. There seems to have been a change in priorities, particularly among the younger generation, giving priority to life – and not work: people work to live, rather than lead a life that is geared to work.

Here is the ranking of the top ten words and phrases, as compiled by the GfdS, that have dominated and shaped the public debate in 2024.

Seit 1971 – und ununterbrochen seit 1977 – bringt die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS, mit Sitz in Wiesbaden) das Wort des Jahres heraus. Nach Auskunft der GfdS bestimmt dabei nicht die Häufigkeit, ob ein Begriff zum Wort des Jahres bestimmt wird, sondern seine Bedeutung und Popularität. Aus gut 2.500 Vorschlägen zum Wort des Jahres erstellte eine Jury der GfdS eine Liste der zehn einflußreichsten Begriffe.

2024 wurde das Wort „Ampel-Aus“ zum Wort des Jahres gekürt. Nach der letzten Bundestagswahl (im September 2021) gingen die SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands), die FDP (Freie Demokratische Partei) sowie Bündnis 90/Die Grünen die Ampel-Koalition ein, die so benannt wurde nach den Farben, mit denen diese drei Parteien identifiziert werden: rot, gelb, grün. Als im November 2024 die Koalition auseinanderbrach, führte dies zum „Ampel-Aus“.

Auf dem zweiten Platz folgte der Begriff „Klimaschönfärberei“, der das Bemühen – etwa von Unternehmen – zum Ausdruck bringt, ihre Klimaschutz- maßnahmen zu beschönigen. Auf Platz drei landete „kriegstüchtig“, ein Begriff, den Verteidigungsminister Boris Pistorius verwendete, um für mehr Tempo bei der Modernisierung der Bundeswehr zu werben.

Mit „Life-Work-Balance“ hat es auch ein englischer Begriff auf Platz 7 unter die Top-Ten geschafft, der eine Umkehrung zum herkömmlichen Work-Life-Balance Prinzips betont. Gerade in der jüngeren Generation scheint ein Prioritätenwechsel stattgefunden zu haben, dem Leben – und nicht der Arbeit – den Vorzug zu geben: Man arbeitet, um zu leben, anstatt ein Leben zu führen, das sich an der Arbeit ausrichtet.

Hier ist die Rangliste der zehn wichtigsten Wörter und Begriffe, die den öffentlichen Diskurs im Jahr 2024 dominiert und geprägt haben, und die von der GfdS veröffentlicht wurde.

1. Ampel-Aus traffic light shutdown

2. Klimaschönfärberei climate whitewashing

3. kriegstüchtig war-ready

4. Rechtsdrift drift to the right [i.e. political right-wing parties]

5. generative Wende generative (AI) turning point

6. SBGG short for: Selbst-bestimmungsgesetz, the gender self-determination law

7. Life-Work-Balance

8. Messerverbot knife ban

9. angstsparen saving money out of fear

10. Deckelwahnsinn cap craziness, a reference to the EU law on attaching bottle caps


Auf der GfdS-Webseite kann man weitere Erklärungen zu den genannten Wörtern finden:

The website of the GfdS offers more detailed explanations to each word:

Link: gfds.de/wort-des-jahres-2024/ (Wörter des Jahres 2024 | GfdS)

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Fotos stammen von der Autorin. Photos provided by the author. Top: At the former checkpoint in Berlin. Above: Abandoned guard tower. Oben: Am früheren Checkpont in Berlin Darueber: Verlassener Wachturm
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Weihnachten soll eine freudige Zeit sein; eine Zeit, die man mit der Familie verbringt. Aber nicht jeder teilt diese Ansicht. Ziemlich oft kann die Vorweihnachtszeit – richtiger und besser Advent genannt – eine sehr stressvolle Angelegenheit sein. Wer zudem einen Angehörigen verloren hat, fühlt vielleicht etwas Wehmut (Stichwort blue Christmas). Und wer einen wirtschaftlichen Engpass durchmacht, kann sich wohl nicht das passende Geschenk für jemand anderen leisten. Auf eine sehr einfühlsame Weise behandelt auch der Autor Erich Kästner Weihnachtssorgen in dem Kinderbuch „Das fliegende Klassenzimmer“ (1933 veröffentlicht) – ein Buch, das die Themen Mut und Freundschaft von Schülern in einem Internat behandelt. Am Ende der Erzählung bekommen wir mit, wie sich die Schüler auf die bevorstehenden Weihnachtsferien freuen. Bis auf zwei Schüler würden alle nach Hause fahren. Der eine war Johnny Trotz, dessen Adoptivvater sich als Kapitän auf der See aufhielt und folglich oft nicht zu Hause war. Der andere war Martin Thaler, der Klassenprimus, dessen Eltern arbeitslos waren – wohl als Folge der Depression – und ihm die Zugfahrt nach Hause nicht bezahlen konnten. Natürlich war er darüber traurig und zog sich in seinem Kummer zurück. Der unter den Schülern sehr beliebte Lehrer Dr. Bökh (sein Spitzname war Justus, „der Gerechte“) fand Martin und wollte wissen, warum er so traurig war. Er gab ihm dann etwas Geld, genug, um auch die Rückreise bezahlen zu können, und ein paar kleine Geschenke für seine Eltern zu kaufen. Als Martin dann am Bahnhof seine Fahrkarte nach Hermsdorf kaufte, wollte der Beamte wissen, warum er sich denn so freute, woraufhin er antwortete: „Weil Weihnachten ist.“ In der nächsten Szene befinden wir uns dann im Wohnzimmer von Martins Eltern in Hermsdorf. Alle Häuser in der Nachbarschaft sind mit Weihnachtsbeleuchtung ausgestattet. Nur nicht das Haus der Thalers; es blieb dunkel. In ihren Gedanken waren die Eltern bei ihrem Sohn und fragten sich, was er denn so alleine in der Schule machte. Doch plötzlich klopfte es an der Tür. Sie waren etwas verwirrt, denn sie erwarteten niemand zu Besuch. Zögerlich gingen sie zur Tür, öffneten sie und konnten ihren Augen nicht trauen: vor ihnen stand ihr Sohn Martin! Selbst Herr Thaler war so gerührt, dass seine „Augen … je eine Träne (riskierten)“. Und in seiner Freude konnte Martin nur ein „Das Geld für die Rückfahrkarte hab ich auch“ herausbringen. Erich Kästner fasst das unverhoffte Weihnachtsglück folgendermaßen zusammenfassen: „Es war, genau genommen, ein Heiliger Abend, wie er sich schöner gar nicht ausdenken läßt.“ Es hat also allen Anschein, dass Weihnachten und Familie untrennbar zusammen gehören. Es scheint, dass es keinen anderen Feiertag gibt, der so eng mit Familie verbunden ist. — Björn E. Meinhardt
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